Bedienung / 1.0 RC1

Dein Motiv.
Deine Bewegung.

Die neue musikalische Ebene arbeitet mit Feluccas echten Synthesespuren, Noten und Effekten. Du kannst jederzeit vom schnellen Ausgangspunkt in den vollständigen Editor wechseln.

In zwei Minuten zum ersten Stück

  1. Beim ersten Start ist Violet Dawn vorbereitet. PLAY startet und stoppt. Ein wiederhergestelltes Projekt kann einen anderen Zustand enthalten.
  2. ALGORITHM wählt eine der vier Spuren: AIR, MELODY, ROOT, SPARK. Das sind musikalische Rollen, keine fest verdrahteten Engines.
  3. HOME oder SELECT wechselt zwischen WORLD, SOUND, MOTIF, EVOLVE und MIX. Von einer anderen Editor-Seite bringt HOME dich zuerst zu WORLD.
  4. Auf SOUND wählst du mit PRESETS oder Regler 1 einen der 16 Ambient-Klänge der Spur. Die Änderung ist sofort hörbar. Regler 2 formt einen wichtigen Engine-Parameter, Regler 3 den Ausklang, Regler 4 den Hallanteil.
  5. Auf EVOLVE wählst du die Entwicklung. OCT+ führt einen Entwicklungsschritt aus; OCT− verriegelt das aktuelle Motiv.

Die vier Felder oben auf dem Display gehören zu KNOB 1–4. ALGORITHM, SELECT und PRESETS behalten auf den zusätzlichen Felucca-Editorseiten deren ursprüngliche Funktion. MASTER ist weiterhin die Gesamtlautstärke.

Die fünf Bunker-Seiten

Firmware-Seite WorldFirmware-Seite SoundFirmware-Seite MotifFirmware-Seite EvolveFirmware-Seite Mix
SeiteRegler 1Regler 2Regler 3Regler 4
WORLDWelt vorwählenGrundton aller SpurenSkala aller SpurenTempo 30–180
SOUNDKlang ladenEngine-KlangfarbeReleaseHall-Send
MOTIFVorlage vorwählen1–16 Anschläge je 16 SchritteLänge 1–64Schrittgeschwindigkeit
EVOLVEModusChance 0–100 %Abstand 1–32 SchleifenTransposition
MIXAIR-PegelMELODY-PegelROOT-PegelSPARK-Pegel

WORLD: Erst PLAY stoppen, Welt mit PRESETS oder Regler 1 wählen, OCT+ laden. Das ersetzt die aktuelle Komposition; vorher speichern. Tonart und Skala greifen hingegen sofort auf die Noten aller vier Spuren zu. Die Umquantisierung ist keine verlustfreie Rückübersetzung: für einen exakt früheren Zustand das gespeicherte Projekt laden.

MOTIF: Vorlage und Dichte mit OCT+ anwenden. Das ersetzt die Noten der ausgewählten Spur. Länge und Rate greifen sofort. Die angezeigte Vorlage ist eine Auswahl zum Anwenden; nach eigener Bearbeitung oder Laden eines Projekts ist sie keine Analyse des vorhandenen Motivs. Dichte wird rhythmisch verteilt; eine 32-Schritt-Spur enthält entsprechend ungefähr doppelt so viele Anschläge.

OCT− schaltet auf WORLD, SOUND, MOTIF und MIX die ausgewählte Spur stumm/an. Auf SOUND und MIX funktioniert auch OCT+ so. Auf EVOLVE ist OCT− immer LOCK. Außerhalb der Bunker-HOME-Seiten bleiben die bisherigen Oktav- und Aktionsfunktionen erhalten.

Entwicklung, die du festhalten kannst

ModusWas tatsächlich verändert wird
LOCKKeine automatische Änderung der Noten. Hüllkurven, LFO und Effektausklang laufen weiter.
WALKEin vorhandener Anschlag bewegt sich um einen benachbarten Skalenton; Akkordtöne gemeinsam.
ANSWEREin Anschlag übernimmt die Töne eines anderen Schritts derselben Phrase; alternativ einen benachbarten Ton.
ORBITAlle Schritte rotieren um eine Position. Der Notenvorrat bleibt erhalten.
MIRRORZwei vollständige Schritte tauschen ihre Positionen.
BLOOMEin Anschlag wandert in eine Pause; ist dort schon ein Ton, bewegt sich ein Ton aufwärts.
BREATHAnschlagsstärke und Schrittwahrscheinlichkeit verändern sich in begrenzten Bereichen, ohne Tonhöhenänderung.
VOICEEin vorhandener Akkordton wird um eine Oktave versetzt; die Tonklasse bleibt erhalten.

CHANCE bedeutet: Wahrscheinlichkeit einer Veränderung nach jeweils LOOPS kompletten Durchläufen dieser Spur. Bei langen, langsamen Spuren darf das hörbar dauern. Für einen direkten Vergleich Mode WALK, Chance 100 und Loops 1 wählen oder OCT+ drücken. Eine zufällige Veränderung kann musikalisch gleich ausfallen, etwa beim Tausch zweier Pausen.

Die Entwicklung pausiert während einer Aufnahme und beim Abspielen einer Song-Chain. DRUM-Spuren werden von dieser Tonentwicklung ausgenommen. Die aktuelle Notenfolge und die drei Entwicklungsregler werden im Projekt gespeichert. Der interne Zufallszustand wird nicht gespeichert; nach Neustart kann sich der spätere Verlauf anders entwickeln.

Die Linien auf dem Display zeigen die wirklichen vier Notenspuren und den Abspielort. Die Animation hat keinen Einfluss auf den Klang.

Einzelne Töne und Akkorde verändern

  1. Mit ALGORITHM die gewünschte Spur wählen. Auf EVOLVE mit OCT− zuerst das Motiv verriegeln, wenn deine Bearbeitung unverändert bleiben soll.
  2. PLAY stoppen. SEQ öffnet die STEP-Seite. Regler 1 wählt den Schritt; Regler 2 transponiert dessen Note beziehungsweise Akkord. Regler 3 verändert die Notenlänge, Regler 4 Akzent/Slide.
  3. Für eine neue Note auf der gestoppten STEP-Seite REC einschalten und die gewünschte Klaviertaste drücken. Beim Loslassen wird der nächste Schritt gewählt. Zusammen gehaltene Tasten ergeben einen Akkord. REC anschließend ausschalten.
  4. SEQ erneut drücken: DETAIL für Chance, Ratchets, zeitliche Verschiebung und Velocity. Die nächste SEQ-Seite enthält die Automation.
  5. PLAY starten. Wenn die Phrase wieder weiterwachsen soll, auf EVOLVE einen Modus über LOCK wählen.

Die 32 Skalen sind zwölfstufig temperierte Tonvorräte. Sie ersetzen keine mikrotonale Stimmung. WORLD quantisiert alle Spuren gemeinsam; über SCL kannst du eine Spur separat einstellen.

Die Klangformung bleibt vollständig offen

TasteWerkzeug
EDITEngine-spezifische Parameter, einschließlich der detaillierten FM6-Bearbeitung. Die 64 Bunker-Sounds sind bearbeitbare Ausgangspunkte aus den vorhandenen Engines.
ENVAttack, Decay, Sustain, Release und weitere Hüllkurvenparameter.
LFOModulation, LFO-Einstellungen und Modulationsmatrix.
FXInsert-Effekte, Chorus, Delay und Reverb. FX halten öffnet die vorhandene Performance-Ebene.
SCL / ARPSkala, Quantisierung und Akkordwerkzeuge beziehungsweise Arpeggiator.
GLOGlobale Einstellungen; gehalten die vorhandenen Schnellfunktionen.
SAVEUser-Sounds, ursprüngliche Factory-Presets, Phrasen, Projekte und Werkzeuge.

Die vollständige Felucca-Funktionsbeschreibung liegt als README im Quellpaket bei. Für die geänderte HOME-Oberfläche gilt dieses Bunker-Handbuch. Wenn du unter HOME halten → DISPLAY → HOME eine andere Ansicht gewählt hast, dort BUNKER einstellen, um zurückzukehren.

Speichern und wiederfinden

Für die komplette Komposition: Wiedergabe stoppen, SAVE wiederholt drücken, bis PROJECT erscheint. Mit Regler 1 Projektplatz A–D wählen, mit Regler 4 die Aktion SAVE, dann OCT+. Eine angezeigte Überschreibabfrage und den Namensdialog mit OCT+ bestätigen. Zum Wiederladen dort die Aktion LOAD wählen. Für einen einzelnen Klang gibt es 32 User-Presetplätze auf SAVE → USER.

Das automatische Wiederherstellen der Basis-Firmware hilft beim Fortsetzen, ersetzt aber kein bewusst gespeichertes Projekt und kein externes Backup. Projekt- und Klangdaten aus AMB/Wolf werden nicht konvertiert. Auch ein Firmware-Rollback stellt überschriebene Projekte nicht wieder her. Bunker-Projekte mit 114 Parametern sind für diese Firmware; Felucca 1.6.1 lehnt sie ab.

Stimmen und Belastung

Die vier Spuren teilen sich acht Stimmen. Lange Releases und Akkorde auf mehreren Spuren können Stimmen verdrängen. Bei Audio-Überlast übernimmt die vorhandene Schutzlogik: nach zwei überlasteten Audioblöcken wird eine Stimme weich ausgeblendet. Bei einem Hänger bleibt der bestehende Watchdog aktiv. Der experimentelle zweite CPU-Kern ist in diesem Build nicht enthalten.

Für dichte Flächen lieber zwei bis drei Akkordtöne, weniger gleichzeitige Anschläge und gezielt kürzere Releases verwenden. Das Stimmenlimit ist kein Defekt. Der Simulator bildet den DSP ab, misst aber nicht die Echtzeitreserve des FM-1-Chips.

RC1 wurde noch nicht auf einem physischen FM-1 abgenommen. Die Installationsseite beschreibt den Rückweg und die Grenzen von Watchdog, MIDI-Loader und UBOOT. Keine Softwareprüfung kann einen risikofreien Flash-Vorgang garantieren.

Im Browser ausprobieren

Simulator öffnen, Einschalten, dann PLAY. Regler ziehen oder mit dem Mausrad drehen; Tasten anklicken. Er benutzt das echte C-Programm als WebAssembly. Gespeicherte Simulator-Daten bleiben lokal in diesem Browser und werden nicht automatisch auf das Gerät übertragen.

AudioWorklet muss bei 44,1 kHz starten können. USB-Audio, MIDI-Ausgabe, physischer Flash und die Chip-Auslastung werden hier nicht emuliert. Während der Firmware-Installation den Simulator und andere MIDI-Programme schließen.